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Isabelle Schumacher

Projektmanagement:

Marianne Nentwig

Unter Mitarbeit von:

Gabriele Borgmann

 

www.gabrieleborgmann.com

Umschlaggestaltung:

Gesine Beran, Turin

Covermotiv:

Aquarellfont © shutterstock/chyworks

Autorenfoto:

© privat / Isabelle Schumacher

Innensatz:

KleiDesign

eBook Gesamtherstellung:

Bookwire GmbH, Frankfurt a. M.

ISBN Printausgabe: 978-3-95883-372-2

1. Auflage 2019

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Dieses Buch wurde auf 100% Altpapier gedruckt und ist alterungsbeständig. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.kamphausen.media

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten.

ISABELLE SCHUMACHER

Im

Herzen

berührt

Durch
Wertschätzung
und
Selbstliebe

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Für alle Menschen, die sich auf ihrer

Reise zum Herzen, ihrer Unendlichkeit,

Verbundenheit, Einheit und Genialität

bewusst sind und mit Freude und

Vertrauen auf ihrem Lebensweg

Wunderbares gestalten.

Hinweis

Die in diesem Buch enthaltenen Informationen sollen der Aufklärung dienen und ersetzen keine medizinische Diagnose, ärztliche Verordnung oder Behandlung. Sie ersetzen auch nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Der Inhalt des Buches ist allerdings gedacht als Begleitung und Ergänzung zu einem vernünftigen und verantwortungsvollen Gesundheitsprogramm. Autorin und Verlag können für den unsachgemäßen Gebrauch keine Haftung übernehmen. Ebenso ist die Haftung des Verfassers bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.

In den Übungen und Meditationen verwendet die Autorin das vertrauliche Du in ihrer Ansprache, da diese Herzübungen viel Nähe und Emotion herstellen. Ansonsten wählt sie das wertschätzende Sie im Text.

Einleitung

Eine Tür öffnet sich

Teil I Der Schlüssel zum Herzen

Kapitel 1

Mit dem Herzen sehen

Staunen wie ein Kind

Die dunklen und die hellen Gefühle

Weite im Herzen

Übung: Die ersten Schritte in den Herzraum

Kapitel 2

Innere Verbote auflösen und neue Energiefelder betreten

Der Samen der Traurigkeit

Ungleiches Spiel

Der emotionale Speicher im Gehirn

Melodie des Herzens

Die Selbstheilungskräfte mit dem Seelenplan harmonisieren

Echtzeit des Herzens

Den Kokon abstreifen

Übung: Neue Energiefelder betreten

Kapitel 3

Talent: Wie ein Diamant im Herzen

Jammern löscht das innere Leuchten aus

Kein Leid steht vor dem Glück

Aus der Fülle schöpfen

Talentfinder

Übung: Ein Solitär sein

Lichtvolle Energiefelder weiten sich aus

Übung: Herzmeditation zur Potenzialentfaltung

Kapitel 4

Den Herz-Ratgeber fragen

Stress entsteht im Herzen

Nicht jedes Problem lösen!

Zwischen Chaos und Ordnung: Die Herzraten-Variabilität

Übung: Drei Schritte, um vom Stressmodus in die erhöhte Herzemotion zu gelangen

Fragen an das Herz

Der Tanz des Herzens

Übung: Den inneren Herz-Ratgeber aktivieren

Kapitel 5

Glück ist ein Geburtsrecht

Dankbarkeit vor Glück

Der Sinusknoten bestimmt den Rhythmus

Übung: Glückspunkt im Herzen stärken

Mit dem Quantenfeld verbunden

Kein Glück im Außen

Ein Haus in der Bretagne

Übung: Glücksmeditation

Teil II Das Herz steuert die Glücksfaktoren

Kapitel 6

Die Quadranten für ein strahlendes Leben

Ankommen im Herzen

Das Gesetz der Resonanz

Übung: Annehmen, was ist

Das Ego will gefallen, das Herz will heilen

Übung: Die Quadranten nähren

Kapitel 7

Quadrant 1 – Lebendige Beziehungen gestalten

Die Crux mit dem Ego

Übung: Den Moment festhalten

Der Urweg des persönlichen Glücks

Glück ist ansteckend

Ein starkes Duo: Wertschätzung und Selbstliebe

Die Kraft im Jetzt

Übung: Der vollkommene Moment

Übung: Schau dir in die Augen – am Morgen und am Abend

Kapitel 8

Quadrant 2 – Die Gesundheit hängt am Herzschlag

Dem emotionalen Chaos folgt die Krankheit

Wenn die Umstände krank machen

Wie das vegetative Nervensystem auf Emotionen reagiert

Checkliste: Gesundheitsschädigende Situationen erkennen

Übung: Die innere Sonne aufgehen lassen

Krankheit ausatmen, Gesundheit einatmen

Ein Satz für die Gesundheit

Lichtenergie fließen lassen

Übung: Das innere Strahlen

Kapitel 9

Quadrant 3 – Wo ich wirke, da fühle ich mich wohl

Die Urschwingung allen Wirkens

Wenn die Tage schwer werden

Glanz in den Augen

Die anregende Ruhe der Alphawellen im Gehirn

Übung: Das Potenzial wiederentdecken

Wir sind geboren, um uns zu entfalten

Übung: Zurück zur Signatur der Urschwingung

Kapitel 10

Quadrant 4 – Streben nach finanzieller Freiheit

Vom Wert des Geldes

Übung: Die Zellen programmieren

Demut und Dankbarkeit wahren

Das Spiel mit dem Geld

Übung: Reichtum ist eine Entscheidung

Kapitel 11

Die feinstoffliche Note der Persönlichkeit

Keine Blaupause für ein persönliches Glück

Den Wesenskern zum Diamanten polieren

Die vier Temperamente nach Hippokrates von Kós

Die feinste Faser im Temperament

Die Hellsinne stärken

Übung: Die feinen Fäden im Potenzial glitzern lassen

Schlussworte

Dank

Über die Autorin

Testimonial

Einleitung

Eine Tür öffnet sich

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Hand auf das Herz gelegt, Ihren Herzschlag wertgeschätzt und eine Dankbarkeit gespürt, dass dieses Organ Ihr Leben steuert?

Wann haben Sie sich bewusst gemacht, dass es in Ihnen ein Wunderwerk gibt, das hochsensibel auf all das, was Sie tun, reagiert?

Wann haben Sie jene Lichtquelle in sich gespürt, in der Ihre Lebensenergie ihren Ursprung hat?

Ich vermute, es ist schon lange her.

Mit meinem Buch will ich Sie wieder zu Ihrem Herzen führen, Ihnen das Bewusstsein für seine Kraft und für seinen Eigensinn zurückgeben. Ich will Sie anleiten, einen Raum zu betreten, in dem Ihre Lebensenergie und auch Ihr Potenzial liegen. Damit erhält Ihr Herz jenseits des physischen Aspektes eine spirituelle Bedeutung, an der Sie sich festhalten können, an die Sie glauben können, auf die Sie sich ein ganzes Leben lang verlassen können. Und ich verspreche Ihnen, mit dem Ende des Buches werden Sie bereichert sein, mehr als Sie es jemals für möglich hielten.

Medizinisch betrachtet ist Ihr Herz ein Hohlmuskel, durchzogen von Gefäßen, bestehend aus zwei Kammern und zwei Klappen, nicht größer als Ihre Faust. Geortet hinter dem Brustbein, leicht links und zwischen den Lungenflügeln, arbeitet es zuverlässig vor sich hin. 24 Stunden und ohne Unterlass pumpt es fünf bis sieben Liter Blut pro Minute in den Kreislauf, und es steigert diese Leistung auf 35 Liter, wenn Sie unter Stress geraten. Es gönnt sich keine Pause, nicht bei Tag und nicht bei Nacht. Ihr Herz nimmt auf, was Sie ihm geben: Sauerstoff, Nahrung, Emotionen, und es steuert zudem die Systeme im Körper. Dafür pocht es bis zu 180 Mal in der Minute, versucht auszugleichen, was Sie aus der Balance bringt. Ihr Herz ist reaktionsstark und genügsam – nur unsterblich ist es nicht.

Jährlich nehmen die Krankheiten zu, die aufgrund von Herzrhythmusstörungen, Herzgefäßentzündungen, Herzinfarkten entstehen. Und nach Angaben des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung hören in Deutschland 65.000 Herzen jährlich plötzlich auf zu schlagen1. Dieser Herztod kommt ohne Vorwarnung, heißt es, vielleicht aber wurden viele kleine Stoppsignale, die das Herz zuvor gesetzt hatte, schlichtweg überhört.

Als Gründe für das Leiden am Herzen werden meist Stress, Sorgen, Fehlernährung, Bewegungsmangel, Depression und in der Folge Burnout angegeben. Bekämpft werden die Krankheiten mit Medikamenten, die das Blut verdünnen, mit Operationen, die das Herz stabilisieren. Ich finde, Schulmedizin und medizinische Psychotherapie haben in solchen lebensbedrohlichen Situationen ihre Berechtigung und wahrscheinlich gibt es, wenn das Herz derart krank und gebrochen ist, keine andere Alternative für seine Rettung. Manche Internisten, Herz- und Gefäßspezialisten leisten großartige Arbeit. Aber betonen möchte ich: Zu sehr leben wir in Trennung und Kampf mit uns selbst und mit der Natur. Es gelingt kaum noch, Ausbildung, Job, Karriere, Partnerschaft, Freizeit zu vereinbaren, kaum noch, die tägliche Termin- und Aufgabenflut zu bewältigen. Damit nicht genug: 80.000 Gedanken strömen täglich auf uns ein. Die wollen gefiltert, verworfen, verarbeitet werden. So entsteht täglich ein Knäuel aus Ansprüchen und fremden Einflüssen, und das Entwirren stresst. Irgendwann schreit das Herz nach Ruhe und dieser Schrei erschreckt den Menschen, weil er lange Zeit vergessen hat, dass sein Herz eine Stimme hat. Ich vermute, mehr als 80 Prozent aller Menschen achten tagtäglich nicht auf ihr Herz.

Dabei ist das Herz ein hochsensibles, fein gestimmtes Organ, in dem sich eine Fülle an Informationen und Gefühlen, an Eindrücken und Erinnerungen eingeprägt hat. Jede Ihrer Wahrnehmungen hinterlässt darin eine Spur, jede Enttäuschung, jeder Bruch in einer Beziehung, ob beruflich oder privat, bildet sich darin ab. Dann sendet es genau diesen Mix aus Schwere an Ihren Geist, in Ihren Körper, und diese Schwere erreicht selbst die kleinste Zelle in Ihnen und wird dort gespeichert als Zustand. Mehr noch: Ihr Gehirn fängt diese dunklen Gefühle auf, produziert entsprechende Neurotransmitter. Diese Botenstoffe bilden Netzwerke von Nervenzellen und tauschen sich über Synapsen miteinander aus. Und nun überlegen Sie einmal: Wie bauen Sie Ihr Gehirn und damit Ihr Denken, Fühlen und Handeln, wenn Sie im Herzen unsicher, traurig und ängstlich sind? Welche Chemie entsteht in Ihnen, wenn Sie Ihr Herz leiden lassen, weil Sie denken, es sei eine Pumpstation für Ihren Körper und die Gefühle, die es füllen, seien nicht wichtig?

Stress entsteht nicht im Kopf, er hat den Ursprung im Herzen.

Im Stress ändert sich die energetische Herzfrequenz, die Gemütsverfassung, die Gesundheit. Diffus schlagend zwischen den Gedanken und doch versuchend, immer wieder Impulse für eine Heilung zu setzen, mag es sich anstrengen – aber alles verliert sich zwischen mehr als einer Million Neuronen. Schade. Denn diese Neuronen könnten Sie zu einem Glück umformen, schwängen Sie auf einer anderen Frequenz.

Es ist verblüffend, wie einfach und schnell Sie eine Imbalance zwischen Herz, Gehirn und Körper tilgen können! Es reicht aus, mit wenigen Drehungen eine andere Frequenz zu finden. Erinnern Sie sich daran, als die Radios früher noch drei dicke Drehknöpfe am Gehäuse hatten? Einen Knopf für die Wellenlänge, einen für den Kontrast und einen für die Lautstärke. Ein Rauschen im Sender, eine Störung, sogar ein anderes Programm ließ sich durch ein leichtes Verändern der Position erreichen. Was würden Sie sagen, wenn ich nun behaupte: Genauso können Sie Ihrem Leben eine Klarheit geben. Sie können das Rauschen, die Störung beheben, wenn Sie die Energie Ihres Herzens korrigieren. Sie können in Ihrem Fühlen und Denken eine Melodie in sich klingen lassen, von deren Existenz Sie bislang nichts ahnten. Wohlgemerkt: Zwei, drei Drehungen an den Stellschrauben sind nötig – alles andere passiert wie von selbst, weil sich der Gleichklang zwischen Herz, Gehirn und jeder Zelle stabilisiert, weil Sie gefüllt sind mit Gefühlen von Zuversicht, Liebe und Dankbarkeit. Sie müssen kein Mystiker sein, um Ihr Herz wieder zu spüren und jenseits der physischen Aspekte wahrzunehmen. Was Sie benötigen, ist lediglich Ruhe, Konzentration und ein bewusst geleiteter Atem. Diese Grundlagen haben wir im Alltagstrubel leider verlernt.

Ich habe als Heilerin erfahren, dass besonders den erfolgreichen, vorwärtsstrebenden Menschen die Instrumente fehlen, um Momente der Stille in den Alltag einzubauen und darin eine tiefe Sinnhaftigkeit zu erkennen. Sie denken, dafür keine Zeit zu haben. Sie hoffen, irgendwann würde sich der Alltagsdruck in Wohlgefallen auflösen. Und so hetzen sie weiter durch den Alltag, getrieben von komplexen Aufgaben, von Projekten, die sich auffädeln wie matte Perlen auf der Schnur. Erfolge sammeln, Ziele erreichen und weiter. Die Sehnsucht des Herzens nach spiritueller Hinwendung, die wird zu einer Randnotiz – vielleicht wahrgenommen, aber nicht berücksichtigt im Tagesplan.

Auch ich war viele Jahre als Marketingleiterin in Konzernen tätig, habe meine Karriere vor die Gesundheit gestellt und die Leistungsschritte vor die Reflexion. Ich habe die mahnenden Hinweise meines Herzens ignoriert, habe gedacht: „Der nächste Deal noch – und dann sorge ich für mich.“ Aber dem nächsten Deal folgte ein weiterer und immer leiser wurde die Stimme meines Herzens. Ich raste durch die Tage, die Jahre, bis mich ein Zusammenbruch fast aus dem Leben katapultierte. Da war ich zur Ruhe gezwungen und auch zur Reflexion. Das ist nun mehr als 20 Jahre her, den Deals bin ich nie wieder hinterhergejagt. Ich habe mich umgedreht, hin zu meinem Herzen, habe gelernt und geforscht, bin rund um die Erde gereist, um mit medizinischen, psychologischen und auch spirituellen Herzspezialisten zu sprechen, und habe erfahren: Das Herz ist unser Ratgeber, Gefühlsmacher, es ist die Energiequelle für unser Sein, der Taktgeber für Geist und Körper, und es ist die Heimat für das Ich. Auf diesen Grundlagen ist meine Methode der Herzöffnung entstanden. Seitdem habe ich mehr als 20.000 Männer und Frauen wieder zurückgeführt zu ihrer Essenz, zu ihren Lebensthemen, habe in Vorträgen und Seminaren das Herz zum Zentrum unseres Seins erklärt.

Und selbst heute, nach dieser langen, erfahrungsreichen Zeit, bin ich immer wieder fasziniert, was meine Methode mit den Menschen macht, die sich darauf einlassen. Nur Minuten der meditativen Besinnung sind nötig, um die Krusten, die das Herz belasten und beschweren, zu sprengen, um das Herz wieder frei atmen, frei schlagen, um es wieder fühlen zu lassen.

In den folgenden Kapiteln möchte ich Sie anleiten, Ihre Herztür zu öffnen, den weiten Raum in Ihrem Herzen zu betreten. Was Sie hinter dieser Tür fühlen werden, das ist der Zustand der Gedankenleere. In diesem stillen Raum verweilen Sie. Sie empfinden Licht und eine wärmende Energie. Sie fühlen das Potenzial in sich und ziehen an, was immer Sie sich wünschen, denn dieser weite Raum trägt die Energiesignatur all dessen, was für Sie stimmig ist. Im Moment der Gedankenleere verbinden Sie das Herz mit dem Gehirn, beruhigen die Gehirnwellen, den Herzschlag, erhöhen die elektromagnetische Energie.

Sie verbinden sich mit dem Körper und jeder einzelnen Zelle. Sie strahlen als ganzheitlicher Mensch auf einer transzendentalen Energiestufe über sich selbst hinaus.

Sie lassen los, um Neues zu kreieren!

Sobald Sie Ihre Absichten mit dem Herzen verbinden, verändern Sie Ihre Frequenz.

Diese These verfolgen die Meister der Meditation rund um den Erdball schon lange. Seit wenigen Jahren ist sie auch wissenschaftlich bewiesen. Denn es hat sich eine moderne, eine junge Disziplin entwickelt, die das Herz nicht nur als Hohlmuskel betrachtet, die nicht nur die Steuerungs- und Versorgungsfunktionen untersucht und wiederherstellt: Die Wissenschaft der Neurokardiologie verbindet die physischen Fakten des Herzens mit den emotional-intelligenten Fähigkeiten. Auf diesen ganzheitlichen Ansatz, auf Studien und weiterführende Erkenntnisse werde ich in meinem Buch ebenso eingehen wie auf spirituelle, mystische Begebenheiten, die sich in bildgebenden Verfahren beweisen lassen.

Ich habe in meinen Seminaren, in denen ich die Teilnehmer zu diesem Weg in ihr Herz und damit zu dem Weg zu sich selbst anleite, beeindruckende Entwicklungen gesehen, die weit über den Bereich der Schulmedizin hinausweisen. Frauen und Männer, die jahrelang unter unspezifischen Rückenschmerzen litten, gingen nach der meditativen Herzöffnung mit gerader Haltung und mit einem entspannten, ja glücklichen Gesichtsausdruck wieder nach Hause. Sie versicherten mir später, nie wieder Antirheumatika, Coxibe oder muskelentspannende Medikamente genommen zu haben. Allein durch die innere Stärkung, durch das Fokussieren auf eine gesunde, lebensbejahende, stress- und schmerzfreie Energie, allein durch das Etablieren von hellen Emotionen hatte sich ihre Chemie derart verändert, dass sie eine Heilung zuließen. Ich habe ebenso Männer und Frauen erlebt, die seit langer Zeit unter Mobbing am Arbeitsplatz, unter krankmachenden Beziehungen in einer Partnerschaft litten. Sie waren geplagt von Selbstzweifeln und ihr Selbstbewusstsein war gedämpft. Sie litten unter Herzschmerzen, Schwindel, unter Schlaflosigkeit und Antriebslosigkeit. Ihr Herz war zu einem Trauerpunkt im Körper geworden. Es hielt zwar seine Funktion als Sauerstoff- und Nahrungsversorger aufrecht, aber es war müde geworden, gegen die schädlichen Einflüsse anzukämpfen. Es hatte sich verschlossen. Mit der Herzöffnung tauchten sie in ihr Potenzial ein. Sie ließen los! Sie manifestierten in ihrem Leben, was für sie wichtig war, was ihr persönliches Glück beschrieb. Sie setzten neue Spuren, programmierten ihre neuronalen Netzwerke um. Ich werde von diesen Erlebnissen erzählen, die kein Wunder sind, sondern das, was das Herz zu leisten fähig ist: Ihr Leben mit Freude, Liebe, Dankbarkeit zu markieren.

Mein Buch schreibe ich für all jene, die mir auf den nächsten 200 Seiten zu einem reichen Leben im Inneren und Äußeren folgen wollen.

Fangen wir an.

Ihre

Isabelle Schumacher

Literatur Einleitung

1Quelle: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/herzinfarkt/article/866033/ploetzlicher-herztod-erstmals-deutschland-genauezahlen.html (Zugriff am 14.8.2018)

TEIL

1

Der
Schlüssel

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zum
Herzen

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Das Herz ist der Taktgeber Ihres Lebens. Wie ein Dirigent übernimmt es das Orchestrieren all Ihrer Organe, Muskeln, aller Systeme in Ihrem Körper, es gibt bis in die Zellen hinein den Einsatz: Lebe, fühle, entfalte dich.

Die Sprache des Herzens, die aus seiner Mitte entspringt, ist wohl-klingend, warm und harmonisch. Denn das Herz strebt die Kohärenz mit Ihrem Gehirn an, es will Ihr Denken und Ihr Fühlen zu einer Melodie verbinden.

Nur kann es geschehen, dass Sie diese Melodie unterdrücken, dass Sie sie belasten durch Stress, Sorgen und Angst, dass Sie die Klangfarben des Herzens nicht hören, weil Sie vergessen haben, wie Stille wirkt. Dann pumpt zwar Ihr Herz unentwegt Sauerstoff durch Ihren Körper, versorgt ihn mit Nahrung. Es hält aufrecht, was seine Aufgabe ist. Medizinisch funktioniert Ihr Herz. Aber spirituell leidet es, weil es einem Dauerzustand von Stress, Sorge und Angst kaum gewachsen ist. Ihr Herz leidet, wenn Dissonanzen sich in den Alltag schleichen und Kommandos geben. Das stört seine Auffassung von einer schönen Lebensmelodie. Anfangs versucht es, gegen den Stress anzuspielen, den Taktstock schneller, höher, kräftiger zu schwingen. Aber irgendwann droht es dabei zu zerbrechen. Aus Eigenschutz verschließt sich dann die Tür zum Herzraum, dort wo die Lebensmelodie ihren Ursprung hat, dort wo Freude am Leben entsteht. Denn Liebe, Freude, Inspiration und Dankbarkeit sind tief in Ihrem Herzen verankert, ummantelt von einem Muskel, umwoben von feinsten, neuralen Zellen, die genau jene Impulse aussenden, die Sie kreieren.

Mit diesem ersten Teil meines Buches möchte ich Sie anleiten, den Herzraum wieder zu öffnen und das Innerste zu betreten. Stellen Sie sich dazu den Schlüssel in Ihrer Hand vor. Er ist silbern, mit Ornamenten verziert, ein edles Stück, das Sie seit der Geburt mit sich tragen. Er soll Ihnen täglich ein Symbol sein für Liebe, Freundschaft, Gesundheit, Karriere, für den inneren und äußeren Reichtum, für all die Träume, die Sie von nun an in Ihre Wirklichkeit ziehen.

Wie wäre es, Sie würden diesen Schlüssel nun nehmen und damit die Tür zu Ihrer Spiritualität wieder öffnen?

Wie wäre es, Sie würden Ihren Herzraum betreten und Ihre Lebensmelodie in hellen, fröhlichen, sorgenfreien Tönen erklingen lassen?

Wie wäre es, Sie würden wieder staunen über die Kraft, die in Ihnen ist, und über den Rhythmus, der Sie beflügelt?

Das Herz ist ein Wunder, ein kosmisches Geschenk.

Es ist umgeben von elektromagnetischer Energie, die fünftausend Mal intensiver auf Sie einwirkt, als die Energie Ihres Gehirns es vermag. Diese Energie dürfen Sie nutzen – für Ihre Wünsche, für Ihre Träume. Mit dieser Energie können Sie das Beste anziehen, was in diesem Leben möglich ist.

Es braucht nicht viel, nur ein kleines Drehen in Ihrer Vorstellungskraft, um das zu empfangen, was Ihnen zusteht: Glück in den höchsten Tönen.

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Kapitel 1

Mit dem Herzen sehen

Dass Sie mit mir gemeinsam die Herztür öffnen möchten, zeigt: Sie selbst haben den Zugang verloren. Irgendwann nahmen Stress, Enttäuschung, Verlust- und Existenzängste überhand in Ihrem Alltag. Und darüber ist Ihr Herz aus dem Takt geraten. So geht es vielen Menschen, damit sind Sie nicht alleine.

Die Zahl der Patienten in Deutschland, die unter diffusen Herzproblemen leidet, wächst stetig. Längst haben die Mediziner ihren Fokus erweitert, richten ihre Aufmerksamkeit nicht nur auf den Infarkt, sondern auch auf das Broken-Heart-Syndrom und auf ein schwächer werdendes Herz: die Herzinsuffizienz. 39 Prozent aller Sterbefälle sind jährlich auf Herz-Kreislauf-Probleme zurückzuführen2, eine Zahl, die erschreckt und die mich als Heilerin fragen lässt: Wo bleibt die Spiritualität, die vom Herzen ausgeht, wenn ein Herz in diesem Maße erkrankt? Nun, die Antwort drängt sich geradezu auf, denn die Spiritualität erblasst, wenn das Herz leidet.

Ein Herz in Stress und Not wird zunächst um sich schlagen, den Takt erhöhen, den schnellen Rhythmus verfolgen. Es wird sich überfordern, und das hat Konsequenzen für den Körper. Die Organe laufen auf Hochtouren, die Muskeln verkrampfen, die Sehnen verkürzen. Härte tritt ein. Und doch ruft das Herz immerzu nach Stille, Entspannung, Achtsamkeit, wird hilflos, wenn seine Rufe nicht gehört werden. Dann kann es sein, dass in diesem Tumult eine Ader verstopft, eine Herzwand sich verschiebt, dass der Muskel eine Funktionsstörung erleidet. Irgendwann wird das Herz dann leise und brüchig. Am Ende wird es seine Idee von einer Lebensmelodie verwerfen. Die Energiefelder schwächeln. Was einst harmonisch und voller heller Emotionen war, wird noch wie eine Pumpstation sein. Sollten Sie das aktuell spüren, dann wird es Zeit, Ihren Herzraum wieder zu öffnen, um Ihre Selbstheilung zu aktivieren.

Als Heilerin merke ich, dass in einer beschleunigten Zeit, in der die Aufgaben im Beruf komplexer werden und in der morgen nicht mehr gilt, was heute sicher erscheint, die Sehnsucht nach einem inneren Schutzraum steigt. Es ist die Sehnsucht danach, loszulassen von den gebastelten und gepushten Karrieren, von anstrengenden Beziehungen, von fremden Zielen. Solch einen Raum gibt es tatsächlich in Ihnen. Er ist spirituell, weit, reich und voller Möglichkeiten. Er ist der Raum, in dem Ihr Potenzial wohnt und somit die Seele.

Wie wäre es, ich würde nun vor Sie treten und Ihnen sagen: Sie sind nur wenige Schritte, nur wenige Minuten davon entfernt, wieder Wärme, Farbe, Zuversicht in Ihren Alltag zu holen, Ihrem Herzen wieder zuzuhören, es wertzuschätzen für seine Leistung und sein Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen?

Wie wäre es, Sie würden an dieser Stelle nicken und den Entschluss fassen, diese Tür zu Ihrem Herzraum aufzuschließen?

Mit diesem Entschluss bereits geben Sie Ihrem Herzen eine spirituelle Bedeutung und verändern den Fokus, fort von der Fremdbestimmtheit und hin zu sich selbst. Sie betrachten sich aus einer inneren Perspektive und spüren eine Freude über das Betreten dieses Raumes. Damit hat sich schon die neuronale Chemie Ihres Herzens verändert. Sie wird durchlässiger und geschmeidiger. Die Kruste aus Sorgen und Bedenken, aus Stress und Angst beginnt zu bröckeln.

Was einfach klingt, ist es auch. Denn Ihr Herz ist bereit zu verzeihen. Egal wie traurig und gestresst Sie gestern waren, wie viel Ärger Sie ihm zugemutet haben, egal wie viele schlechte Gedanken Ihr Herz aufnehmen, verarbeiten und weiterleiten muss, es ist immer, in jeder Sekunde bereit, sein Innerstes für Sie zu öffnen und Sie eintauchen zu lassen in diese Schatzkammer der hellen, guten Gefühle. Den Schlüssel halten Sie bereits in der Hand.

Sobald Sie sich dessen bewusst sind, sobald Sie sich vorstellen, den Schlüssel ins Schloss zu stecken, eine kleine Drehung nach rechts zu wagen, gelangen Sie bereits in eine andere Frequenz Ihres Seins. Sie lassen hinter sich, was stört. Sie gehen in einen neuen Bewusstseinsraum, in dem alles möglich ist. Konkret heißt das, Sie erleben sich als einen selbstwirksamen Menschen, der entscheidet: Es reicht! Ab sofort ändere ich mein Leben. Und genau in diesem Augenblick des Gewahrwerdens Ihrer Herzkraft erwacht Ihre Spiritualität. Die übrigens ist Ihnen angeboren!

Staunen wie ein Kind

Als Sie den ersten Schrei nach der Geburt in dieses Leben sandten, da öffneten Sie gleichsam Ihre Herztür. Von der medizinischen Seite her betrachtet, entfalteten sich die Lungenflügel und das Herz pumpte zum ersten Mal eigenständig das Blut in die Lunge, die Lunge füllte es mit Sauerstoff und ließ es ins Herz zurückfließen, und von dort entstand der beeindruckende Kreislauf Ihres Lebens. Da waren Sie noch voller Hoffnung, das Leben würde gut, Sie würden Lob, Achtung, Anerkennung erfahren, einfach so, einfach weil Sie sind, wie Sie sind, und so sind Sie gut. Aber bald schon kamen Ihnen die ersten Zweifel, denn Sie mussten erfahren, dass vor dem Lob die Leistung steht.

Für mich ist diese Erfahrung ein erster Riss in der Spiritualität, denn ein leistungsgetriebenes Lob und die darauffolgende Jagd nach einem Mehr dieser fremdbestimmten Anerkennung schubst den Menschen Stück für Stück aus seinem Herzraum. Er agiert dann zunehmend im Außen, sieht hin, was andere von ihm erwarten, will erfüllen, was nicht sein Eigenes ist.

Liebe wird dann mit Erfolg verbunden, Anerkennung stets mit guten Noten. Wer Leistung bringt, erhält ein Lächeln. Wer nur um seiner selbst willen geliebt werden will, der wird lange auf ein zärtliches Wort warten. Und mit den Jahren rücken Zahlen, Daten, Fakten zunehmend in den Vordergrund, Berechenbarkeit ist wichtig und Gefühle sind nur eine Verzierung im Alltag. Was aber geschieht mit dem Herzen? Die Tür zur eigenen Spiritualität schließt sich und damit verliert der Mensch die angeborene Gabe, über sich selbst zu staunen.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Fühlen Sie sich manchmal, als seien Sie auf einem falschen Weg unterwegs?

Erst in Krisensituationen stellen sich Menschen die Frage, was schiefgelaufen ist in ihrem Leben, und landen mit dieser Frage in der Kindheit. Denn bereits dort sind die Narben entstanden, sind die unerfüllten Sehnsüchte zu einer schweren Last geworden. In diesen Momenten, in denen Menschen einsehen müssen, dass sie nie zuvor bedingungslos geliebt worden sind, erkennen sie ihre Verletzung am Herzen. Denn nicht erfahrene Liebe hinterlässt Spuren. Kardiologen der Universität Ulm haben vor wenigen Jahren entdeckt, dass liebevolle Beziehungen das Herz stärken und umgekehrt: Wer sich ungeliebt fühlt, dessen neuronale Chemie verändert sich. Verantwortlich ist das Hormon Oxytocin, das gemeinhin als Kuschelhormon bezeichnet wird, weil es selbst die Zellen schillern lässt, wenn wir uns umarmt und geborgen fühlen, angenommen von den Menschen, die in unserem Leben wichtig sind. Dachte man bislang, dieses Hormon würde im Gehirn gebildet, so belehren uns die Wissenschaftler nun eines Besseren: „Wir wissen heute nicht nur, dass sich an zahlreichen Stellen im Herzen Oxytocin-Rezeptoren befinden. Das Herz schüttet sogar selbst auch Oxytocin aus“, sagt Christiane Waller, leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Ulm3. Im Herzen werden also, ebenso wie im Gehirn, verschiedene Neurotransmitter und Hormone ausgeschüttet, unter anderem das Liebes-Hormon Oxytocin. Wir dürfen vermuten: Vertrauensvolle Beziehungen stärken von Kindheit an das Herz, und jede Geste der ehrlichen Zuwendung zeichnet Spuren hinein.